Quelle: eKapija | Montag, 10.08.2020.| 12:44
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Warum Aluminium zum wichtigsten Material der Kreislaufwirtschaft werden könnte

(FotoPixabay/homw)
Eines der Postulate der Kreislaufwirtschaft ist das Bestehen auf dauerhaften Materialien, die es den Produkten ermöglichen, so lange wie möglich in Gebrauch zu bleiben, um keinen unnötigen Abfall zu verursachen. Gerade deshalb hat Aluminium das Potenzial, ein wichtiges Material für den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft zu sein.

Viele bezeichnen es als magisches Metall, weil es ein äußerst widerstandsfähiges Material ist, das unbegrenzt recycelt werden kann, während seine ursprünglichen Eigenschaften erhalten bleiben. Das Aluminiumrecyclingverfahren benötigt nur 5% der für die Produktion benötigten Energie, was zu einer signifikanten Reduzierung der Kohlendioxidemissionen führt.

Die Umwandlung von altem Aluminium in neuen Rohstoff ist ein Markt im Wert von 3 Milliarden Euro. Wie European Aluminium vorhersagt, könnte dieser Markt im Jahr 2050 12 Milliarden Euro wiegen. Um dies zu erreichen, hat die vor fast vier Jahrzehnten in Brüssel gegründete Organisation kürzlich einen Aktionsplan für kreisförmiges Aluminium verabschiedet. Ziel des Plans ist es laut CEO Gerd Götz, bis 2030 das volle Potenzial der Aluminiumnutzung zu erreichen.

- Und wir werden nicht aufhören, bis wir das erreichen. Unser Aktionsplan bietet eine Roadmap für europäische Entscheidungsträger und die Aluminiumindustrie in Europa - betont Götz.

Heute macht recyceltes Aluminium 36% der gesamten Menge an Aluminium als Rohstoff auf dem Markt aus. Dieser Prozentsatz könnte jedoch auf 50% steigen, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. Zu den Empfehlungen gehört die Anwendung des Konstruktionsprinzips für das Recycling, dh im Voraus darüber nachzudenken, was am Ende des Produktionszyklus mit dem Produkt geschehen wird. Außerdem müssen Behörden und Abfallentsorgungsunternehmen mehr in moderne Abfallsortiersysteme investieren.

Aluminium wird im Transportwesen verwendet, insbesondere in der Automobilindustrie, dann in der Bauindustrie, für Fassaden, Fenster, Türen sowie in der Verpackungsindustrie. Schätzungen zufolge werden 2030 16 Millionen Tonnen Aluminium und 2050 18 Millionen Tonnen Aluminium verwendet. Das prognostizierte Nachfragewachstum wird erwartet, da Aluminium zunehmend eine Alternative zu anderen Materialien wie Stahl, Kunststoff und PVC sein wird.

M. Dedić
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